Island | das Land von Eis und Feuer (Teil 6)

Tag 5

Am nächsten Morgen um 07.30 Uhr gab es ein Kräfte stärkendes Frühstück für uns, danach ging es mit dem Auto weiter in Richtung Vik i Myrdal zur nächsten Sehenswürdigkeit: der Gletschersee Jökulsarlon. Auf dem Weg dahin, haben wir einen Zwischenstopp beim Gletscher Vatnajokull – die grösste Eiskappe Europas – gemacht, der (leider) dabei ist zu schmelzen. Die Landschaft um den Gletscher und der Gletscher selbst sahen extrem beeindruckend aus.

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Bootsfahrt am Jökulsarlon Gletschersee

Auf der Fahrt von Höfen zum Gletschersee hat sich die Landschaft total verändert. Auf einmal war der Himmel ganzheitlich überzogen mit Wolken, es nieselte und der Boden als auch die Berge waren mit puderweissem Schnee bedeckt.

Am Hafen angekommen wurden uns Life-Vests verteilt, die wir anziehen mussten sobald wir in das Amphibienboot (ein Boot das sich auf Land und im Wasser fortbewegen kann, sowas habe ich in Australien auch gemacht) eingestiegen sind.

Die Bootsleiterin, eine rothaarige Isländerin, erklärte uns kurz und knapp, wie wir uns auf dem Boot verhalten durften. Danach ging die Fahrt bereits los. Die 20 minütige Fahrt hat mich 7’500.00 ISK gekostet – ziemlich viel, wenn du mich fragst. Der Ausblick war trotzdem unbeschreiblich, ich habe noch nie solch blaue Eisberge gesehen. Es sind sogar ein, zwei Seelöwen an uns vorbei geschwommen.

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Die Fahrt war, wie oben bereits erwähnt, ziemlich schnell vorbei und wir sind dann Richtung Strand gelaufen zum „Diamond Beach“. Der Strand trägt diesen Namen, da die Eisberge nach und nach an den Strand schwemmen.  Es sieht dann so aus, als ob riesige Diamanten am Strand liegen würden. Der Strand war, wie du auf den Fotos siehst, ein schwarzer Kiesel Strand.

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Gletscherwanderung am Skaftafell Nationalpark

Der nächste Programmpunkt für diesen Tag war die Gletscherwanderung im Skaftafell Nationalpark. Vor dieser Gletscherwanderung hatte ich so Angst, aber ich bereue es kein bisschen, das ich mich doch getraut habe. 😀 Vom Jökulsarlon Gletschersee bis zum Skaftafell Nationalpark hatten wir circa 45 Minuten mit dem Auto.

Gisli hat uns vor einer „Hütte“ abgeladen, in der uns erstmal das richtige Schuhwerk für eine Gletscherwanderung abgegeben wurde. Ein paar Andere und ich mussten sich Schuhe mieten, da die Schuhe die wir an hatten, nicht geeignet waren zum Gletscherwandern. Zum Gletscherwandern muss man Schuhe tragen, die hoch gebunden sind, damit man genug Halt hat. Das mieten der Schuhe hat uns 100.00 ISK gekostet. Zusätzlich haben wir alle einen Eispickel sowie zwei „Spikes“, auch Steigeisen genannt, in die Hand gedrückt bekommen. Für das Gletscherwandern habe ich 1990 ISK gezahlt. Ein stolzer Preis, aber das ist diese spezielle Erfahrung auf jeden Fall Wert! Unser Guide für die Gletscherwanderung, ich weiss leider nicht mehr wie die nette Dame hiess… ich glaube aber Martina, hatte eine total lustige und offene Art. So fühlten wir, ich vor allem, uns bereits viel wohler. Wir durften wieder in einen Bus einsteigen und sind nochmal 15 Minuten damit durch die Wildnis gekarrt.

Der Bus hat dann irgendwann angehalten. Wir befanden uns Mitten im Skaftafall Nationalpark. Der erste Teil der Wanderung war ziemlich angenehm, wie du auf den Fotos siehst. Der Boden hatte einige Steine und Wurzeln, aber ansonsten war dieses Stück total machbar. Das Wander Tempo war auch völlig angenehm. Die liebe Guide-Dame, Martina, hat uns auch immer vorab auf die schwierigen Stellen aufmerksam gemacht, damit sie uns allenfalls eine helfende Hand anbieten konnte. Ich muss aber gestehen, dass die Herren aus meiner Reisegruppe einem auch immer geholfen haben, wenn man etwas Tritt-Unsicher war.

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Nach einer Weile wurde der Weg dann ziemlich steinig und wir sind sogar einer Anderen Gruppe begegnet. So weit ich mich erinnern kann, haben diese Leute aber eine „schwierigere“ Wanderung gemacht, da sie alle Helme an hatten, sowie Sicherungs Equipment.

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Auf diesem Foto seht ihr wie der Gletscher „am schmelzen ist“. Ich habe noch nie so etwas eindrückliches gesehen. Die blaue Farbe des inneren des Gletschers war in echt noch viel intensiver. Es ist übrigens sehr gefährlich, zu nah an den Gletscher ranzugehen, da sich immer wieder Brocken vom Inneren lösen.

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Wir mussten dann auch über eine sehr wackelige Brücke laufen, wobei mir ziemlich unwohl war, haha. Ich bin einfach sehr tollpatschig.

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Auf diesem Bild machten wir uns bereit für den Gletscheraufstieg. Siehst du diese Einkerbungen? Das sind Spuren von anderen Gletscherwanderern. Unser Guide hat uns natürlich noch gezeigt und gleichzeitig erklärt, wie wir die Steigeisen korrekt anziehen.

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Gletscherwandern ist vom Prinzip her ziemlich einfach: Man läuft im Zick Zack den Gletscher hinauf und ist immer darauf bedacht, die  Steigeisen mit jedem Schritt den man macht, fest in das Eis zu drücken. Am Anfang habe ich mich total unwohl gefühlt, weil ich nicht wusste, ob die Steigeisen auch wirklich im Eis halten. Mit der Zeit konnte ich mich damit etwas anfreunden, sodass es mir sogar Spass gemacht hat. Es ist auf jeden Fall ziemlich anstrengend und mir war das aufwärts laufen viel lieber als das abwärts laufen. Wir haben dann immer mehrere, kleine Zwischenstopps gemacht und die Aussicht über den Nationalpark war einfach traumhaft.

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Auf dem Bild siehst du oben rechts einen Raben. Unser Guide hat uns erklärt, dass es auf diesem Gletscher ein Raben Pärchen gibt, welche sie „Hugin und Munin“ getauft haben (das sind auch die Namen von Odins Raben). Die Raben sind überhaupt nicht Menschenscheu und Grössen technisch riesig! Diese Raben tauchen immer wieder auf, sobald sie sehen, das Menschen eine Wanderung auf den Gletscher machen. Deswegen haben die Guides angefangen sie zu füttern. Ich sass circa 1.5 Meter von diesem riesigen, mysteriösen Tier entfernt.

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Das sind wir auf dem Rückweg. Total happy und völlig erschöpft von der anstrengenden Gletscherwanderung. 🙂 Unser Guide war sehr darauf bedacht, dass wir dem Weg folgen und nicht von diesem abkommen, da das Moos um uns herum unter Artenschutz steht.

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Nachdem wir wieder am Startpunkt unserer Wanderung angekommen sind, wartete dort bereits ein Bus auf uns, der uns wieder zum Eingang des Skaftafell Nationalpark fuhr. Beim aussteigen haben wir uns von unserem Guide verabschiedet und uns für die tolle Erfahrung bedankt.


Hotel Dryholaey

Wir sind dann schleunigst in den Bus gestiegen, denn wir hatten eine fast zweistündige Fahrt vor uns Richtung Vik. Unsere nächste Station war nämlich das Hotel Dryholaey. Wir haben zusammen Abend gegessen, nichts allzu spektakuläres. Ich kann dir nicht empfehlen Alkohol in Island zu trinken, da dieser sehr teuer ist und meistens nicht allzu gut schmeckt. 😀

Danach sind wir dann alle ziemlich bald ins Bett damit wir für den nächsten Tag fit sind.


Hast du schon einmal eine Gletscherwanderung gemacht? :-)

xox,
Sarah Marie ❥

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Markennennung. Die gesamte Reise habe ich mit meinem eigenen Geld finanziert.

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3 Antworten auf „Island | das Land von Eis und Feuer (Teil 6)

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