Island | das Land von Eis und Feuer (Teil 4)

In meinem letzten Beitrag erzählte ich dir von Tag zwei meiner Island Reise.
Um circa 07.30 Uhr standen wir bereit fürs nächste Abenteuer in voller Wander-Montur vor unserem Mercedes Sprinter. Gisli half uns wieder alles einzuladen.


Tag 3:

Besuch des vulkanisch aktiven See Mývatn

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Von unserem Hotel in Svalbarðsstrandarhreppu bis zum See Mývatn hatten wir mit dem Auto circa eine Stunde und zehn Minuten. Endlich angekommen, erkundeten wir die wunderschöne Landschaft rund um den See. Gemäss unserem Guide wurde das Gebiet durch einen Vulkanausbruch vor 2’300 Jahren geformt und bietet heute zahlreichen Vögeln ein Zuhause. Da das Wasser besonders nährstoffreich ist, lockt es über zehn verschiedene Entenarten an. Im See selbst leben natürlich auch Fische wie atlantische Lachse und Bachforellen, die sich im Sommer von den Mückenschwärmen oberhalb der Wasserfläche ernähren.

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Zwischenstopp beim Goðafoss-Wasserfall

Gisli liess uns nicht all zu viel Zeit beim See Mývatn, denn wir hatten heute einen straffen Zeitplan. Wir stiegen also wieder in den Sprinter ein und die Fahrt ging weiter. Vom See Mývatn bis zum Goðafoss-Wasserfall brauchten wir circa 45 Minuten.

Der Goðafoss-Wasserfall ist einer der schönsten Wasserfälle Islands. Der 12 Meter hohe und 30 Meter breite Wasserfall ist ein absolutes MUST DO in Island. Er ist besonders beliebt, da er leicht mit dem Auto zu erreichen ist. Um den Wasserlall herum gibt es viele verschiedene Wanderwege. Dieser Wasserfall war einer meiner Highlights der gesamten Tour.

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Ausflug zu den Lavaformationen von Dimmuborgir

Nach einer Weile hatten wir dann genug vom Wasserfall und machten uns auf zu unserem nächsten Ziel. Vom Goðafoss-Wasserfall bis zu den Lavaformationen von Dimmuborgir hatten wir circa 40 Minuten mit dem Auto. Im Allgemeinen waren wir während der ganzen Reise relativ oft, kürzere Strecken mit dem Auto unterwegs. Das habe ich persönlich jedoch gar nicht als schlimm oder langweilig empfunden. In dieser Zeit habe ich entweder geschlafen oder die sich ständig ändernde Landschaft fasziniert beobachtet.

Dimmuborgir (auf Deutsch: dunkle Burgen) ist ein Lavafeld mit schwarzen Lavaformationen. Gemäss Gisli hatten sich früher viele Menschen hier verlaufen, seien wahnsinnig geworden und schlussendlich im Labyrinth verendet. Es gibt auch unzählig viele Geschichten, über Trolle die in Dimmuborgir gelebt haben sollen. Den Autor der Herr der Ringer Bücher –  J. R. R. Tolkien – hat Dimmuborgir, die ganze isländische Kultur und Sagenwelt zu seinen bekannten Meisterwerken inspiriert.

Gisli führte uns auf den markierten Wegen zu verschiedenen Höhlen, Bögen und Säulen. Ich persönlich fand auch, dass dieser Ort etwas total mystisches an sich hatte.

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Grjótagjá

Als kleines extra Goodie hat uns Gisli noch die Grjótagjá (auf Deutsch Felsspalte) gezeigt. Von Dimmuborgir bis zu der Felsspalte hatten wir nur elf Minuten mit dem Auto.
Die Grótagjá ist eine Höhle mit einem kleinen See, der schon im 18. Jahrhundert als Badehöhle benutzt wurde. Das Wasser in der Höhle kann bis zu 48 Grad warm werden und war jahrelang sehr beliebt bei Touristen. Leider haben viele Touristen diesen wunderschönen Ort mit ihrem Abfall verschmutzt, deswegen ist es heute verboten in dem See zu baden.

Fun Fact: Die Liebesszene in der dritten Staffel von Jon Schnee und Ygritte wurde in dieser Höhle gedreht.

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Oberhalb der Höhle befindet sich die Verwerfungszone zwischen den Kontinentalplatten von Amerika und Europa. Die geothermale Aktivität bewirkt das erhitzen des Wassers in der Höhle. Es war übrigens total beängstigend für mich, sich so nah an die Klippe zu setzen, haha.

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Der Pass Namaskarð

Von Grótagjá bis zum Pass Namaskard hatten wir genau fünf Minuten mit dem Auto. Namaskard sah für mich total surreal aus, als wir dort angekommen sind. Eine komplett andere Landschaft, obwohl wir immer noch in der selben Gegend waren. Als wir dann aus dem Auto stiegen, stieg mir sofort ein Schwefelgeruch in die Nase.

Die Landschaft erinnerte mich ein wenig an die Wüste: Überall lag Gestein, Schlammlöcher brodelten und Fumarolen (zweites Bild) dampften. Ich bin dann auch, mutig wie ich bin, in so eine Fumarole reingestanden – es war total warm, mir blieb fast die Luft weg! Die Schlammlöcher hatten übrigens eine sehr helle, bläuliche Farbe, was die ganze Landschaft noch viel mehr wie aus einer anderen Welt aussehen liess.

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Dettifoss – Wasserfälle und Regenbögen

Unser nächstes Ziel war der 45 Meter hohe und 100 Meter breite Wasserfall Dettifoss. Wir sind circa eine Stunde von Namaskard bis zu den offiziellen Parkplätzen vom Dettifoss gefahren. Dann folgte unsere erste kleine Wanderung. Die Wanderung an sich war völlig machbar, ist aber definitiv nichts für Leute die ein Problem damit haben, wenn sie über viele Steine und Gewässer klettern müssen. Aber auch ich habs geschafft, obwohl ich ein riesen Tollpatsch bin.
Die Aussicht war einfach atemberaubend schön. Und wie ihr auf den Fotos sehen könnt, wurden wir sogar mit einem Regenbogen beglückt, später gab es sogar noch einen doppelten Regenbogen. Ich habe noch nie so viele Regenbögen gesehen wie in Island!

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Alfheimar Guesthouse

Nach unserer Wanderung zum Dettifoss, fuhren wir mit dem Auto in Richtung unserer nächsten Unterkunft. Wir übernachteten im Alfheimar Guesthouse, da gabs dann noch ein kleines Abendessen für uns – eine Art Buffet. Das selbstgemachte Brot und die Suppe waren köstlich, alles andere war ziemlich normale Hausmannskost – hat aber aufjedenfall satt gemacht! Wir mussten uns etwas mit dem Essen beeilen, denn Gisli wollte mit uns noch zum Hafen Hafnarhólmi, um dort Papageientaucher zu beobachten.


Papageientaucher beobachten

Der Hafen Hafnarhólmi war nur zehn Minuten mit dem Auto von unserem Guesthouse entfernt. Am Hafen gibt es verschiedene Aussichtsplattformen bei denen man die Papageientaucher beobachten kann. Papageientaucher (auf englisch Puffins) brüten ab Ende April bis Mitte August ihre Jungen auf dem Festland, ansonsten leben diese knuffigen Tiere im Meer. Zusätzlich konnten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Die Sonnenuntergänge in Island gehen unglaublich lange, einfach zum verlieben! img_3694


What to Eat

An dem Tag haben wir Frühstück im Hotel gegessen, Mittagessen gab es dann in einem Restaurant namens:

  • Vogafjos Cowshed Cafe
    Das Restaurant war gleichzeitig auch ein Bauernhof. Alle Gerichte wurden mit den Produkten vom Bauernhof zubereitet, was zeigt wie nachhaltig die Isländer sind. Ich habe mir einen total leckeren Burger bestellt. Was ich etwas makaber fand, war dass man sozusagen direkt neben sich in den Stall mit den Kühen reinsehen konnte. Das Fleisch war trotzdem köstlich. 😉

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Gehst du gerne wandern? Ich liebe es zu wandern, vor allem wenn ich weiss, dass mich eine tolle Aussicht am Ziel erwartet!

xox,
Sarah Marie 

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, da Marken genannt werden. Das Produkt, bzw. diese Reise, habe ich von meinem eigenen Geld bezahlt.

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6 Antworten auf „Island | das Land von Eis und Feuer (Teil 4)

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